Samstag, 10. Januar 2026

Subita hieme

 Verfasst am Gedenktag des Heiligen Gregor von Nyssa - 10. Januar 2026.  

Hl. Pankratius von Wil, ein Katakombenheiliger
4 Kilometer von Einsiedeln entfernt


Subita hieme

Einer der schönsten und zugleich überraschendsten Abschnitte war der Wintereinbruch, der das Klostererlebnis fast über Nacht vollkommen veränderte. Eines Morgens im November wachte ich auf, schaute aus meinem kleinen Zimmerfenster und sah, wie weisser Schnee alles bedeckte. Über Nacht hatten sich das Klostergelände und das Dorf komplett in Schnee gehüllt. Die Dächer waren schwer beladen, der Kreuzweg kaum zu erkennen, und selbst der sonst so vertraute Fratergarten war komplett verändert, bis auf den Brunnen, wo noch leise Wasser plätscherte. Ein Bild davon und einen Vergleich mit vorherigen Jahreszeiten hänge ich diesem Post noch an.


Die Ruhe war zu meiner Zeit in Einsiedeln schon immer präsent, aber durch den Schnee wurde sie noch tiefer als sonst. Der Winter war da, und die Adventszeit sollte weiss und kalt werden. Pilger und Gläubige schlurften, tief in Jacken und Mäntel gehüllt, um das Kloster und in die Kirche. Überall waren Schneemänner, 


Am Tag nach dem heftigsten Schneefall fragte mich Novize Karsten, ob ich gerne mit ihm und Novize Karsten vor der Vesper Schlitten fahren wollte. Ich hatte mich schon seit Wochen gefreut, den berüchtigten Schlittenhügel zu beklettern, also sagte ich ohne viel Nachdenken zu. Karsten, Simon und ich stiefelten los, vorbei an den vielen Pilgern und Tagesbesuchern, vorbei an der ehemaligen Ministrantengruppe von Bruder Alexander, die am Tag zuvor ankamen, und durch den Wald auf den Gipfel des Hügels. Von dort konnte man einen Blick auf den Sihlsee und weiter werfen. Ich fühlte mich fast, als ob ich in einem Lord of the Rings Film wäre - umgeben von einer beeindruckenden, schneeweissen Landschaft mit ausgesetzten Bergkämmen im Hintergrund. Der Blick auf das verschneite Kloster und dessen Umgebung von oben war unglaublich, fast märchenhaft. Die Loipe war gut befahren und der Winterwanderweg gefüllt mit Menschen - innerlich hoffte ich, wir würden ohne Beschwerde durchschlitteln können.


Oben angekommen teilten wir die Schlitten aus, die wir hochgetragen oder -gezogen hatten. Novize Simon entschied sich für den ‘getunten’ Schlitten, der einiges schneller war als die anderen. Mir selbst traute ich dessen Anwendung nicht zu. Dann ging es auch schon los. Mit Novizen Karsten und Simon voran schossen wir den Wander- und Schlittelweg hinab, um Kurven, über Hügel und um steile Kurven, hinab ins Tal, vorbei am wegweisenden Denkmal des Hl. Benedikt. In schwerer Rückenlage, und mit den Fersen verzweifelt zu lenken versuchend, peitschte mir der Schnee ins Gesicht und liess meine Hosenbeine gefrieren. An den Menschen, die alle zum Glück aufmerksam wanderten, kamen wir ohne grössere Probleme vorbei, und wurden beim Vorbeifahren von der Ministratengruppe bejubelt - Formel Eins(iedeln)! Unten angekommen waren wir alle voll Schnee und entschieden uns nochmal hochzugehen - wegen der Zeit jedoch nicht ganz nach oben. Von dort ging es wieder so wie davor mit einem raschen Tempo gen Tal. Danach probieren Karsten und ich nochmal den ‘kleineren’ (aber keinesfalls weniger steilen oder ‘langsameren’) Hügel aus, der von Familien und Kindern gut besucht war. Nach einem sehr steilen Gefälle führte die Schlittenbahn in den Tiefschnee, der offensichtlich als Bremsmaterial diente. Dort zweimal gefahren war es aber auch schon Zeit, uns für die Vesper vorzubereiten - die durchnässten, schneebedeckten Kleider wechseln, angemessene Schuhe anziehen, und mental herunterzukommen, um für das Gebet bereit zu sein.


In meiner Zeit in Einsiedeln ging ich täglich laufen, um mich für meine Zeit im Militär vorzubereiten, aber auch um mich generell fit zu halten und etwas Zeit für mich zu haben, um Hörbücher oder Podcasts zu hören. Dies führte mich oft am Ufer des Sihlsees entlang oder entlang des Klosters und des Friedhofs vorbei Richtung Birchli, aber nach dem Schneefall wäre dies ein hochriskantes Unterfangen geworden. Deswegen war ich froh, dass ich im 24/7-Sportstudio Optimum Gym ein Laufband zur Verfügung hatte. Dort verbrachte ich ab dem Schneefall meine Abende, oft ganz alleine, und konnte in Ruhe Serien schauen oder Harry-Potter-Bücher hören, ohne dass ich das Risiko unterlief, auszurutschen. Auf dem Weg hin und zurück vom Sportstudio ins Kloster ging ich dann durch ein Winterwunderland - verschneite Strassen, komplett menschenleer, absolute Stille, funkelnde Weihnachtsbeleuchtung und dekorierte Schaufenster. Der Winter war da, und die Adventszeit sollte weiss und kalt werden.



Weihnachtsmarkt in der Nacht


Winterwunderland im Waldabschnitt
während dem Wandern beim Schlitteln


Nach dem Schlitteln (mit dem 'kleinen'
Schlittenhügel und Benediktsdenkmal
im Hintergrund)

Gefrorene Hosen und Schuhe nach dem Schlitteln


Die Einsiedler Pferdeherde im Schnee


Ein besonders schönes Beispiel der 
Weihnachtsbeleuchtung im Dorf Einsiedeln





Ausflug nach St. Gallen

 Veröffentlicht am Gedenktag des Heiligen Gregor von Nyssa

♱ Sancte Gregori, ora pro nobis♱

Papst Benedikt XVI als damaliger Priester bei 
einer Messe in Ruhpolding

Ausflug nach St. Gallen

Ein weiteres Highlight meiner Zeit in Einsiedeln war mein Ausflug nach St. Gallen; ein besonderes Erlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit Pater Mauritius sowie den Novizen Simon und Karsten machte ich mich früh am Morgen auf den Weg, Treffpunkt: Bahnhof Einsiedeln. Ich freute mich auf einen Tag, der sowohl spirituell fördernd als auch historisch spannend sein sollte. Schon die Gemeinschaft auf dieser Reise machte den Ausflug zu etwas Besonderem, denn es blieb viel Raum für ausgiebige Gespräche und Geschichten - in einem so ruhigen Ort wie Einsiedeln nicht immer garantiert.

Vom Bahnhof aus reisten wir mit dem öffentlichen Verkehr nach St. Gallen. Während der Zugfahrt genossen wir die vorbeiziehende Landschaft und nutzten die Zeit, um uns auf den Tag einzustimmen. Pater Mauritius erzählte bereits unterwegs erste Geschichten über St. Gallen und seine Bedeutung. Wir unterhielten uns auch etwas über politische Geschehnisse und ich stellte einige Fragen bezüglich Kirchengeschichte und Liturgik. In St. Gallen angekommen begaben wir uns direkt zum ehemaligen Kloster, das mit seiner Architektur (mit Ausnahme des scheusslichen Eingangs zum Pfalzkeller) und gepflegten Rasenflächen beeindruckte.

Im Kloster feierten wir gemeinsam zu viert die Messe in der Kapelle. Diese Messe war für mich ein besonders schöner Moment des Tages und auch die ‘privatste’ Messe, der ich je beigewohnt hatte. Die ruhige Atmosphäre und das Wissen, an einem Ort mit so viel Geschichte zu sein (eine Tafel verzeichnete einen geschichtlichen Verlauf der Brüder, welche dort wohnten), verliehen der Feier eine tiefe Bedeutung. Es war ein Moment der Sammlung und des Innehaltens, bevor der Tag weiterging.

Nach der Messe wurden wir durch das Regierungsgebäude des Kantons St. Gallen geführt. Diese Führung war sehr spannend, da wir einen Einblick in die politischen und historischen Strukturen des Kantons erhielten. Das modern ausgelegte Zimmer des Kantonsrats, in welchem die Räte in einem Kreis Platz nehmen, war sehr interessant, da ich Politikwissenschaft studierte und mich besonders für regionale Politik und Politikgestaltung interessiere. Das Tafelzimmer war auch sehr imposant, und es wurde uns erklärt, dass dieses Zimmer die grösste Stuckdecke der Schweiz aufweist. Im Sitzungssaal, der auch unglaublich spannend war, wurde uns der ‘Blocherknopf’ erklärt; eine Sicherungsvorrichtung bei den Abstimmungsknöpfen aller Stimmbeteiligten, die eine zweifache Sicherung erfordert. Besonders interessant war es zu sehen, wie Geschichte und moderne Verwaltung an diesem Ort miteinander verbunden sind.

Nach diesen ersten wunderschönen Eindrücken wurden wir zu einem schönen Essen in den Gaststuben zum Schlössli eingeladen. Ich genoss dort ein entzückendes Cordon Bleu. In angenehmer Atmosphäre konnten wir uns stärken und die bisherigen Erlebnisse verdauen (no pun intended). Das Essen war nicht nur lecker, sondern auch eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Es wurde viel gelacht und Geschichten erzählt, wie zum Beispiel von Pater Mauritius’ Zeit als Schweizer Gardist.

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns und gingen hinauf zum Frauenkloster Notkersegg. Der Weg nach oben war zwar sehr windig aber die Ruhe und die besondere Stimmung dort oben machten es trotzdem eine tolle Zeit. Der Blick auf den Bodensee war auf dem Hinweg durch das Wetter verdeckt, aber der Rückweg liess uns bis Romanshorn blicken. Das Frauenkloster strahlte eine stille Kraft aus, die uns alle beeindruckte. Zuerst waren wir in der Kapelle, und wurden von einer Schwester freundlich empfangen und hineingeführt. Nachdem uns über die interessanten franziskanischen Ursprünge des Frauenklosters erzählt wurde, durften wir in das Refektorium, und Simon spielte im Chor (welcher durch geheime Türe hinter dem Altar der Kapelle erreichbar war) ein kurzes Stück auf der Holzorgel. Nachdem uns auch noch das spezielle Modell dieses Klosters, nämlich als de facto Pflegeheim, erklärt wurde, machten wir uns wieder auf den Weg hinunter ins Tal, zurück zum Kloster, um eines der Highlights des Tages zu besichtigen: die berühmte Stiftsbibliothek. 

Auf dem Weg zurück erzählte Pater Mauritius viel Interessantes aus seiner Zeit in St. Gallen, als er dort als Lehrer tätig war. Ich nutzte die Gelegenheit auch, um Pater Mauritius über die Schweizergarde zu befragen, was zu einem spannenden Gespräch führte. Wir besichtigten auch den Klosterplan St. Gallens, welcher nur für 20 Sekunden nach einem Kurzfilm gezeigt wird, um ihn vor den Elementen zu schützen. Es ist der älteste vorhandene Klosterplan, den es noch gibt. Leider konnten wir wegen der limitierten Zeit nicht den Rest der Ausstellung besichtigen. Als Brauch galt auch, die Novizen eine alte Kopie der Benediktsregel sehen zu lassen, welche im Klosterarchiv liegt. Ein Archivar zeigte sie uns, blätterte etwas herum, und erklärte uns interessantes Hintergrundwissen dazu.

Die Stiftsbibliothek war schlichtweg beeindruckend. Schon beim Betreten spürte man dessen besondere geschichtliche Bedeutung wie eine wabernde Aura. Bevor wir hineingehen durften, zogen wir die Schuhüberzüge an, womit man richtig schön herumrutschen konnte. Sie zeugten aber auch deutlich, wie wertvoll und schützenswert dieser Ort ist. Die kunstvollen Decken, ein riesiger Globus und die alten Bücher machten den Besuch zu einem echten Highlight. Man hatte das Gefühl, durch die Geschichte zu gehen und Teil von etwas Großem zu sein.

Am Ende des Tages kehrten wir erfüllt und dankbar zurück. Der Ausflug nach St. Gallen war nicht nur eine Reise zu einem wichtigen Ort des Schweizer Katholizismus, sondern auch eine Reise der Gemeinschaft, des Glaubens und des Lernens. Ich bin sehr froh, dass ich von Pater Mauritius eingeladen wurde, und die tolle Zeit mit ihm, Karsten und Simon verbringen zu dürfen.


Die gepflegten Grünflächen auf dem Grund
des ehemaligen Klosters St. Gallen


Der Altar in der Kapelle, wo wir Messe feierten

Der Klosterplan (aufgenommen in der kurzen
Phase der Exposition)

St. Galler Kantons- und Regierungsrat

Die Benediktsregel, aus dem 9. Jahrhundert erhalten

Riesiger Globus in der Stiftsbibliothek im
Kloster St. Gallen

Stiftsbibliothek des Klosters mit dessen 
eindrücklichen Deckenmalereien

Die Rutsch-Schlappen, die man als
Bodenschutz über Schuhe anzieht










Lässe - Auszeit und Wallfahrt

Veröffentlicht am Tag der Gedenkfeier an die Opfer des Neujahrs-Feuers in Crans Montana

♱ Requiescat in pace♱

Mönch in der Felsenkirche Abuna Yemata Guh in Äthiopien


Lässe - Auszeit und Wallfahrt

    Seit der Antike, und zu mittelalterlichen Zeiten in Klöstern, wendete man den ‘Aderlass’ an, eine Heilmethode, mit denen man sich erhoffte, Körpersäfte ins Equilibrium zu bringen und dadurch potenzielle Gifte aus dem Körper zu entfernen. Durch das Blutabnehmen wurde man oft relativ schwach und träge, weshalb man als Mönch danach eine Auszeit benötigte, um sich zu erholen. Durch diesen Brauch entwickelte sich die Lässezeit, welche sich in Einsiedeln bis heute noch (obwohl der Aderlass natürlich schon lange nicht mehr praktiziert wird) wiederfindet. 

Die Lässeferien waren in zwei Wochen aufgeteilt, damit stets ungefähr die Hälfte des Konvents im Kloster verblieb, um Messe zu feiern, die Stundengebete zu beten und den Tagesablauf zu erhalten. In der zweiten Woche war ich ‘dabei’, und durfte etwas weniger arbeiten. Es war ein komisches Gefühl, wie leer das Konventamt plötzlich war. Die Woche war noch nicht vorbei als ich auf der Anzeigetafel neben dem Refektorium sah, dass es eine Wallfahrt auf die Ranft geben würde - etwas später wurde ich auch von Pater Thomas eingeladen, mitzukommen. Zuerst war mir nicht klar, was die Ranft war, bis mir erklärt wurde, dass es sich bei der ‘Flüeliranft’ um den hauptsächlichen Lebensort von Hl. Niklaus von der Flüe handelte. Das Programm des Tages hörte sich sehr spannend an, und versprach eine abwechslungsreiche Zeit - da es meine erste Wallfahrt sein würde, freute es mich besonders.

    Der Tag der Wallfahrt begann früh. Noch müde, aber gespannt, trafen wir uns am Morgen und fuhren mit dem Bus in Richtung Ranft. Manche waren in Zivil gekleidet, hatten Wandersachen an, oder trugen Kleidung gegen Kälte. Schon während der Fahrt war spürbar, was für ein segensreicher Tag es sein würde, und wie beeindruckend seine spirituellen Erlebnisse werden würden. Gemeinsam beteten wir im Bus die Laudes, das Morgengebet der Kirche, und anschliessend den Rosenkranz. Ich fiel jedoch irgendwo dazwischen in einen Schlaf, und wachte erst wieder auf, als wir uns zum Aussteigen bereit machten. Es war ungewohnt, aber gleichzeitig sehr interessant, die Laudes nicht im Oberen Chor zu beten.

    In der Kirche bei der Ranft angekommen, empfingen wir einen eucharistischen Segen sowie einen Reliquiensegen. Dieser Moment war sehr ruhig und feierlich. Man merkte, dass viele mit einer inneren Haltung der Offenheit gekommen waren – bereit, diesen Ort auf sich wirken zu lassen. Es machte mir auch klar, wie wichtig Hl. Niklaus von der Flüe für die Katholiken der Schweiz war. Nach dieser kurzen Zeremonie ging es dann los mit dem Laufen - jeder mit dem eigenen Tempo, bis oben zum Rastplatz über der Flüe. Nach etwa 20 bis 30 Minuten zügigen Gehens (ich versuchte etwas schneller zu gehen, um Fitness aufzubauen) war ich dann da. Einige Brüder waren wegen Mobilitätsbeschwerden mit dem Bus vorausgefahren und sassen schon mit warmen Getränken auf einer Bank. Ich sagte kurz Hallo und ging dann in die Flüelischlucht hinunter, wo eine idyllische Szene sich präsentierte. Ich stand in der Ranft, dem Ort, an dem der Hl. Nikolaus von der Flüe lange Zeit als Einsiedler lebte. 


    In der Ranftkapelle feierten wir gemeinsam die Heilige Messe mit Abt Urban. Besonders eindrücklich war, dass sich auch einige zufällige Pilger anschlossen. So wurde die Messe zu einem Moment der Begegnung zwischen Menschen, die sich vorher nicht kannten, aber im Glauben verbunden waren. Der Ort selbst, ruhig und von Geschichte geprägt, verstärkte die Bedeutsamkeit dieses Gottesdienstes für mich, und es ist einer der vielen, an die ich mich aus meiner Zeit als Klosterzeitler am Besten erinnern kann.


    Nach der Messe machten wir uns erneut auf den Weg, diesmal wieder bergauf aus der Ranft hinaus in Richtung Kloster Bethanien. Zusammen mit Pater Phillip und einigen anderen machten wir, oben angekommen, noch einen kurzen Abstecher zur römischen Kapelle St. Niklausen, bevor wir schliesslich im Kloster Bethanien ankamen. Bilder zu der beeindruckenden Kulisse in der Kirche, mit unzähligen Heiligen an der Decke, sind angehängt.


    Im Kloster Bethanien wurden wir herzlich empfangen und durften gemeinsam zu Mittag essen. Es gab Suppe und weitere leckere Speisen, die nach dem langen Weg besonders gut schmeckten. Nach einem kurzen persönlichen Gebet in der Kirche gingen wir zusammen mit den Mönchen ins Lumeum, das direkt neben dem Kloster liegt. Das Lumeum ist ein 360-Grad-Erlebnis, das auf künstlerische Weise das Leben des heiligen Nikolaus von der Flüe darstellt. Mit Licht, Bildern, Musik und Texten wird seine Geschichte lebendig erzählt, und die schwierige Zeit, die diese prägte. Mich traf auch das Schicksal seiner Frau, die sich dazu öffnete, ihren Mann bei seiner Berufung zu unterstützen und dadurch, unter anderem wegen zehn Kindern, ein gigantisches Opfer ihrerseits darzubringen.


    Nach diesem eindrücklichen Abschluss fuhren wir mit dem Bus wieder zurück nach Einsiedeln. Die Wallfahrt war nicht nur ein Ausflug, sondern eine spirituell prägende Zeit, geprägt durch spezielle Gedanken, Gebete und Begegnungen. Diese Erfahrung wird mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben und war ein wertvoller Teil meiner Lässeferien im Kloster Einsiedeln.



Altar der Kapelle St. Niklausen



Decke der Kapelle St. Niklausen
mit unzähligen Heiligenbildern